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Methode - Katalogisierung

Die USC Shoah Foundation hat ein differenziertes Katalogisierungs- und Indexierungssystem entwickelt. Das besondere an diesem System ist, dass es den Nutzer/innen nicht nur eine Suche nach einzelnen Video-Interviews in dem Archiv, sondern ein Durchsuchen der Interviews selbst ermöglicht.

Katalogisierung

Die USC Shoah Foundation hat jedes Interview katalogisiert und mit einem Indexsystem versehen. Jedes Videoband wurde mehrmals kopiert und dann mit wesentlichen biografischen Daten der interviewten Person versehen. Als Informationsgrundlage dienten die Vorabfragebögen (Pre-Interview Questionnaires). Diese Katalogisierung ermöglicht nun eine Suche nach biografischen Informationen wie Namen, Geburtsorten, Verfolgungshintegrund usw.

Indexierung

Den Kern des Indexsystems bildet ein aus inzwischen ca. 60.000 Begriffen bestehender Thesaurus. Für die Indexierung wurde jedes digitale Video zunächst in einminütige Segmente unterteilt. Dann wurde jedes Interview von Anfang bis Ende gesichtet und an den jeweiligen Minutensegmenten mit Indexbegriffen versehen. Indexbegriffe sind z.B. Städtenamen und andere geographische Bezeichnungen (Orte, Ghettos, Lager) sowie Erfahrungsbeschreibungen der Verfolgung (z.B. "Zeitgefühl in den Lagern").

Suche

Das Indexsystem ermöglicht den Nutzer/innen des Archivs eine differenzierte Suche, nicht nur nach bestimmten Interviews, sondern auch innerhalb der Videos. Es ermöglicht einen Zugang nach verschiedenen Kriterien und Kategorien. Mit dieser Arbeitsweise hat die USC Shoah Foundation Neuland betreten. Die Verknüpfung einer so großer Anzahl an Interviews mit derart vielen Indexbegriffen, eröffnet eine Fülle von neuen Perspektiven für Forschung und Lehre.

Richtlinien der USC Shoah Foundation zum Download: